UniService Digitalisierung Lehre (UDL)

Empfehlungen für prüfungstransparente Vereinbarungen bezüglich einer Verwendung generativer KI in unüberwachten schriftlichen Prüfungen

Der Einsatz von KI-Technologien in Studium und Lehre bietet viele Möglichkeiten und wird für Studierende wie Lehrende zunehmend selbstverständlich. So können etwa adaptive Übungsformate den Lernerfolg steigern, KI-unterstützte Tools helfen bei der Vorbereitung interaktiver Inhalte für die Lehre, und große Datenmengen lassen sich für den akademischen Unterricht mit Unterstützung entsprechender Applikationen effizient aufbereiten. Allerdings stehen diesen (und vielen anderen) Möglichkeiten zuweilen ethische, rechtliche oder anwendungs­praktische Fragestellungen gegenüber, deren abschließende Diskussion noch aussteht. Viele dieser Fragen betreffen den Themenbereich KI und akademische Prüfungen.

Während sich die Entwicklungen der KI-Technologie in mündlichen und in überwachten schriftlichen Prüfungen (z.B. LPLUS-Klausuren) als vergleichsweise unproblematisch darstellen, stehen Prüfende (wie auch die zu Prüfenden) bei unüberwachten schriftlichen Prüfungen wie Hausarbeiten und schriftlichen Abschlussarbeiten vor großen Herausforderungen. Zwar ist es unstrittig, dass bei der Erstellung einer solchen schriftlichen Leistungen die sogenannten Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis anzuwenden sind und als Maßstab für die Bewertung gelten dürfen. Gleichzeitig herrscht mit Bezug auf die Verwendung von generativer KI noch eine große Unsicherheit, wie diese Praxis zu beschreiben ist.

Ergänzend zu den Orientierung der vom UniService Digitalisierung Lehre im Auftrag der Prorektorin für Studium und Lehre herausgegebenen Handreichungen zum Einsatz von generativer KI in Studium und Lehre haben das BU:NDLE-Netzwerk und der UniService Digitalisierung Lehre die die untenstehenden Empfehlungen und Hilfen zusammengestellt, welche die Prüfungsabsprachen und deren Dokumentation erleichtern sollen und bezüglich der Kennzeichnung eines KI-Gebrauches Beispiele geben.

Empfehlungen für prüfungstransparente Vereinbarungen bezüglich einer Verwendung generativer KI in unüberwachten schriftlichen Prüfungen

Das BU:NDLE-Netzwerk und der UniService Digitalisierung Lehre empfehlen, innerhalb eines Studienganges oder eines Studienfaches eine möglichst einheitliche Vereinbarung bezüglich der Verwendung generativer KI zu verwenden. Dies muss Sonderregelungen für bestimmte Module eines Studiengangs oder für individuelle schriftliche Arbeiten, die sich z.B. dezidiert mit verbotenem KI-Gebrauch auseinandersetzen, nicht ausschließen.

Im Sinne der Rechtssicherheit ist eine Verabschiedung von Regelungen zum KI-Gebrauch in unüberwachten schriftlichen Prüfungen durch den jeweils zuständigen Prüfungsausschuss eines Studienganges sinnvoll. Der UDL empfiehlt, die auf den KI-Gebrauch fokussierte Übersicht der Hilfsmittel unter einem BUW-einheitlichen Titel "Nutzungsgrundsätze von KI in unüberwachten schriftlichen Prüfungsformaten" zu verabschieden. Dies ermöglicht auch eine Referenzierung auf dieses Dokument in den Eigenständigkeitserklärungen der BUW.

Vorlage: Übersicht der Hilfsmittel

Mit Hilfe dieser Vorlage können Sie als verantwortlicher Prüfungsausschuss, als Fachkonferenz oder als Lehrende*r für Ihre Studierenden (oder ggf. mit ihren Studierenden) eine schriftliche Vereinbarung generieren, welche Hilfsmittel die Studierenden im Rahmen einer Studien- oder Prüfungsleistung verwenden dürfen, und welche Hilfsmittel verboten sind. 

In der zweiten Datei finden Sie Textbausteine, die Sie kopieren, bearbeiten und dem Bedarf entsprechend unter den erlaubten / kennzeichnungspflichtigen / nicht erlaubten Nutzungsarten eingefügen können. In doppelten eckigen Klammern gesetzt finden Sie dort Textpassagen, in denen Sie eine der angegebenen Optionen auswählen oder einen gültigen Link zu einem Speicherplatz, wo Sie die relevante Vorlage speichern werden, einfügen müssen. Sie können dieses Textbaustein-Dokument auch nutzen, um sich unabhängig von der oben genannten Vorlage eigenständig eine Leit- oder Richtlinie zusammenzustellen.

Bitte beachten Sie insb. in Prüfungskontexten, dass Sie die Angaben der herausgebenden bzw. verantwortlichen Stelle (Prüfungsausschuss, Fakultät, Fachgruppe, Lehrender o.ä.) im Kopf der Vorlage unbedingt anpassen. BU:NDLE und UniService Digitalisierung zeichnen sich lediglich für die Vorlage verantwortlich.

Blanco-Vorlage zur Erstellung einer Leitlinie, Richtlinie oder Vereinbarung bezüglich der Verwendung von KI-Applikationen und Hilfsmitteln (Übersicht der Hilfsmittel)

Textbausteine zur Erstellung einer Übersicht der Hilfsmittel / Übersicht über erlaubte und unerlaubte KI-Verwendung

 

Checkliste für Prüfende

Die unten verlinkte Checkliste führt Vorkehrungen auf, die aus hochschul- bzw. prüfungsdidaktischer sowie prüfungsrechtlicher Sicht sinnvoll sind und vor Beginn des Prüfungszeitraumes von Prüfenden getroffen werden sollten.

Link zur Checkliste (pdf)

Wenn Sie als Lehrperson für sich oder wenn Sie innerhalb ihrer Fachgruppe das Dokument mit Links zu fachspezifischen Übersichten/Dokumenten versehen wollen, verwenden Sie die Office-Version dieses Dokumentes. Ändern Sie in diesem Fall gegebenenfalls die Kopfzeile.

 

 

Merkblätter

Die beiden folgenden Merkblätter zeigen, wie KI-Nutzung in einer schriftlichen Arbeit belegt werden kann. Sofern Sie keine fachspezifische Belegform in Ihrer Veranstaltung oder für Ihre Prüfung vorgeben, können Sie diese Ihren Studierenden empfehlen.

Merkblatt: Kennzeichnung KI-generierter Inhalte

Merkblatt: Tabellarische Dokumentation der KI-Nutzung